Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage

Die Landesberufsschule für das Gastgewerbe Savoy war bereits im Jahre 2002 mit der Berufsschule Schwandorf (Bayern) an einem Comeniusprojekt zum Thema „Rechte Gewalt und deren Prävention“ beteiligt. Sehr viele Initiativen wurden in diesem Zusammenhang dank dieser internationalen Zusammenarbeit auf den Weg gebracht. Die drei beteiligten Schulen – Schwandorf, Hartberg (A) und Savoy – organisierten ein Projekt nach dem anderen.
Auch die Initiative „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ ist auf diese Weise entstanden. Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist ein bundesweites Schulnetzwerk in Deutschland. Das Projekt bietet Schülern und Pädagogen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Auch wenn in Italien diese Initiative noch nicht organisiert ist, hat sich unserer Schule auf den Weg gemacht, Unterschriften gesammelt, diese in Berlin abgegeben und den Titel überreicht bekommen.
"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" (SOR-SMC) ist ein Projekt bzw. Netzwerk zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung aller Art in unserer Gesellschaft. Ziel des Projektes ist es, den Alltag an Schulen so zu gestalten, dass dieser von einem Klima der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung individueller Eigenheiten geprägt ist, gepaart mit der gemeinsamen Suche nach verbindenden Werten
Es ist in einigen europäischen Ländern, auch in Deutschland in allen Bundesländern präsent. In Deutschland haben bisher über 3.000 Schulen mit hunderttausenden Schülerinnen und Schülern diesen Titel erworben, in Niedersachsen sind es über 350 Schulen (Stand: 09/2019).
"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist ein 1995 initiiertes Projekt des 1992 gegründeten Trägervereins "Aktion Courage e. V."
"Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" ist in Projekt, das von Schülerinnen und Schüler realisiert wird. Das heißt aber nicht, dass Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer und andere Mitglieder der Schulgemeinschaft von der Mitarbeit ausgeschlossen sind. Ganz im Sinne einer wünschenswerten Öffnung der Schule und des Projekts nach außen können auch außerschulische Einrichtungen mit einbezogen werden. Wichtig aber ist, dass die Schülerinnen und Schüler selbst die Initiative ergreifen und die Regie übernehmen, sich mit den Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Rassismus, Diskriminierung, auch mit dem weit verbreiteten „Mobbing" in ihrem unmittelbaren Umfeld auseinandersetzen und nach Lösungsmöglichkeiten suchen.
Um eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu werden, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Der erste Schritt ist in der Regel, dass das Projekt und sein Anliegen in der interessierten Schule bekannt gemacht und diskutiert werden. Grundvoraussetzung ist, dass mindestens 70 % der Schüler/innen, Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen durch Eintragung in eine vorbereitete Unterschriftenliste bestätigen: „Ich kenne die Regeln für eine "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und möchte, dass unsere Schule diesen Titel erwirbt." Mit der Bewerbung verbunden ist die Suche nach einem oder auch mehreren Paten, die ihre Schulen tatkräftig unterstützen und das Anliegen des Projekts nach außen tragen. Dazu kommt die Verpflichtung, einmal im Jahr ein zum Thema passendes Projekt oder eine Aktion durchzuführen, die sich den Anliegen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage widmet (Diskussionsforen, Theater, Musik/Konzert, Videos, Filmtage, Begegnungsfeste, Befragungen, Info-Stände, Hilfseinsätze anlässlich von Gedenktagen, Mahnwachen etc.). Aber ganz grundlegend soll versucht werden, offen mit Konflikten umzugehen und diese im Sinne des Gebots der Gewalt- und Diskriminierungsfreiheit zu lösen.
Wenn die Unterschriften gesammelt sind, der Pate gefunden ist und ein erstes Projekt feststeht, kann der Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verliehen werden. Dieses kann ruhig öffentlichkeitswirksam geschehen und z.B. auch im Rahmen einer Aktion oder eines Schulfestes stattfinden.Der Titel wird in einer Urkunde dokumentiert, gleichzeitig gibt es das Schild "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", das - am besten gut sichtbar am Haupteingang der Schule - montiert wird. Mit dem Schild gibt die Schule zu erkennen, dass sie mit Rassismus und Diskriminierung in ihren Mauern und in der Gesellschaft nicht einverstanden ist und den Weg des friedlichen Ausgleichs und Miteinanders sucht.
Mit der Verleihung des Titels ist das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage " keinesfalls beendet. Neue Schülerinnen und Schüler sollten zu Schuljahresbeginn über das Projekt informiert werden, weitere gemeinsame Aktivitäten sind zu planen und durchzuführen. Der Titel und das Schild "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" sind als permanenter Auftrag zu verstehen.
