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Landesberufsschule für das Gastgewerbe Savoy

Unsere Friedensglocke

In den Jahren 2003 – 2006 gestaltete die Landesberufsschule SAVOY gemeinsam mit den Partnerschulen BSZ Oskar-von-Miller Schwandorf in Bayern (D) und LBS Hartberg in der Steiermark (A) das Comenius 1 - Schulentwicklungsprojekt: „Rechte Gewalt und ihre Prävention“.

Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg sollten zu Glocken umgestaltet werden und eine neue Symbolik erhalten.

So wie die Friedensglocke nun hier im SAVOY hängt, haben andere Glocken neben dem Standort am Beruflichen Schulzentrum Schwandorf auch in der tschechischen Partnerschule Gymnasium Sokolov, sowie im Klanghaus des Klosters Ensdorf einen ihnen gebührenden Platz erhalten.

Dank gesagt werden soll dem Kloster Ensdorf, dem Fachbereich Metall der Außenstelle Nabburg des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller und allen anderen Beteiligten, welche die Idee der Friedensglocken Wirklichkeit werden ließen.

Die beteiligten Schulen setzten es sich zum Ziel, Schulen „ohne jegliche Formen von Rassismus mit einer auf allen Ebenen demokratischen und toleranten Grundhaltung“ zu werden, „in denen der Wert des einzelnen Menschen geachtet wird.“

Das Projekt erhielt wegen seiner vorbildhaften Gestaltung im Jahr 2007 vom Bayerischen Kultusministerium als eine von neun schulischen Maßnahmen eine Auszeichnung im Rahmen der Initiative „Werte machen stark.“

Gemeinsam beschritten die 3 Partnerschulen auch nach Beendigung des EU-Schulentwicklungsprojekts in Kooperation mit externen Partnern den Weg einer wertebewussten Erziehung weiter. Vom Kloster Ensdorf in Bayern kam dabei die Anregung zum Projekt

Friedensglocken“.

Immer wieder geschah es in Kriegszeiten, dass Kirchenglocken eingeschmolzen und zu Kriegswaffen wurden. Im Bildungshaus Oase Steinerskirchen in Bayern (D) wurde im Jahr 2005 die Idee geboren, den umgekehrten Weg zu gehen und Kopfteile von Bomben zu Friedensglocken umzuformen.

Schlägt man eine Glocke an,

wird sie in Schwingungen gebracht

und sendet Wellen aus, die wahrnehmbar sind.

Ebenso ist es in der Begegnung von Menschen.


Nur wenn man offen ist für die Schwingungen,

die von anderen ausgehen, sie an sich heranlässt,

um seine eigene Seele davon in Schwingung bringen zu lassen, wird man in Beziehung zu den Mitmenschen treten können.


Erst auf diese Weise ist es möglich,

Vorurteile und Missverständnisse

zu überwinden und einer Kultur

des Miteinanders Raum zu geben.


In diesem Sinne soll die aus einer Fliegerbombe des 2. Weltkriegs umgeformte Glocke ein Zeichen des Friedens sein. Möge sie in allen, die sie zum Klingen bringen, die Sehnsucht nach einem friedlichen Miteinander aller Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Kultur, erwecken.